Karate Bushido KKS Bad Dürrenberg

Karate Geschichte - IOGKF Technischer Lehrplan

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IOGKF Technischer Lehrplan

Das Fujiangebiet ist die geographische Wurzel der meisten Karatestile, rückführend zu ihrem Standort Okinawa. Hinsichtlich Goju-Ryu sind es hauptsächlich Mönchsfaust ( Luohan Quan), Kranichboxen (He Quan) und Tigerboxen (Hu Quan), die das Bild des Goju-Ryu bestimmen, welches nach und nach von Kanryo Higaonna und Chojun Miyagi gestaltet wurde. Ausgangspunkt ist das Qinna (auch Chin Na geschrieben), welches Schlagen oder Greifen meint und das Kernstück des chinesischen Selbstverteidigungssystems bildet. Dieses Qinna nahm ihre feste rituelle Form an (=Kata), wodurch jede Bewegung sich auf Anwendungen oder Bunkai in einfacher (Basic) oder komplizierter und freier Form (Oyo bunkai) bezieht. Abgesehen von dem Wissen der Selbstverteidigungstechniken ist Kata auch die Grundlage von energetischen Qualitäten wie Schlagen, Ausreißen, Anspannungs- und Lockerungsübungen, Zentrieren etc., kurz um, all die Qualitäten die erforderlich für Bewegungen im allgemeinen und Selbstverteidigung im speziellen sind. Es ist klar, das der Ursprung des Okinawa Karate und der chinesischen Kampfsportarten - mit der Kata als Musterbeispiel – in der Selbstverteidigung liegt aber aufgrund des starken Interesses an der Tradition chinesischer Medizin, Philosophie und Spiritualität auch von Anfang an ganzheitlicher Natur waren.

Partnerübungen mit Qinna (Gyaku-te in Goju-Ryu) sind die Grundlage des Kakie (Kokie im Fujiandialekt) und einer der Stützpfeiler des Goju-­Ryu. Goju-Ryu wird durch die Betonung des Nahkampf gekennzeichnet. In den Grundlagen des Kakie lernt der Karate-ka die Go- Aspekte, Absorbierungskräfte als Muchini and Ki- Expansion zu nutzen. Gesichtspunkte die auch in der Sanchin Kata betont werden. Hinsichtlich dieser Kampftechniken lernt der Karateka Stoß- und Ziehtechniken zu nutzen, um in der Phase des Kampfes seinen Gegner (Kuzushi waza) auf einem ihm angenehmen Abstand zu halten. Damit verbunden sind verschiedene Methoden, die Arme oder Beine des Gegners zu umschließen und die Vital- punkte des Körpers zu manipulieren (jap. Kyushu- jutsu). Nach dem Erlernen dieser Grundlagen wurde die Anwendung der Kata im Kakie integriert. Die Kampftechniken wurden im Kakie trainiert. Wie so viele Bunkai kumite sind sie bekannt als "Gyake-te" und werden unterschieden in Kategorien wie Kansetsu waza ( Manipulation der Gelenke), Nage waza ( Wurftechniken), Shime waza ( Abbindungen) und Kyusho waza ( Manipulation der Vitalpunkte). Das Kakie- Training ist vollkommen im Lehrplan integriert. Als gute Basis sind Grundbedingungen und Grundtechniken festgelegt, Kakietraining, Bewegung in mehr freie Übungsformen und endet in Jiu kakie kumite und Iri kumi, die freien Kampfübungen und Wettbewerbsformen des Goju-Ryu. Viele Techniken, die in Kakie und Bunkai trainiert werden, können zurück verfolgt werden zu einem alten chinesischen Text über Kampfarten, das Bubishi. Wege des Wissens des Gyaku-te mit Kakie als praktischer Übungsform und der energetischen Qualität der Bewegung, die traditionale Kata des Goju-Ryu formen Anfang und Ende des Karate-do. Der Einfluss des modernen Wettbewerbskarate WKF und die Sehnsucht nach internationalem Ruf und Anerkennung sind Grund, dass viele Karatestile ihre ursprüngliche kriegerische und geistige Orientierung aufgaben. Als ein Ergebnis sind Kihon, Kata und Kumite in diesen modernen Stilen ausgeschlossen und haben sich in Richtung dessen entwickelt, was im Wettkampf zählt und erlaubt ist . Der Wissensverlust der authentischen Kampfmethoden und das spirituelle Vakuum ereigneten sich in der letzten Dekade dieser modernen Stile und hatten als Ergebnis, das sich viele Karateka wieder mehr in Richtung der tiefgründigen Kampftraditionen von Fujian und Okinawa orientierten und orientieren.